minnit‘ bietet verschiedene Umfrageformate, die flexibel mit und von Lernenden sowie zur Organisation von z.B. Veranstaltungen und Projekten eingesetzt werden können. Jedes Umfrageformat ist auf unterschiedliche Anforderungen zugeschnitten und unterstützt verschiedene Einsatzszenarien.
Fragebogen
Der klassische Fragebogen ermöglicht das Erstellen von offenen und geschlossenen Fragen.
Einsatzszenarien
- Reflexionen oder Meinungsbilder einholen
- Inhaltsbezogenes Quiz zu bestimmten Themen, z.B. zur Selbsteinschätzung
- Feedback sammeln
Weitere Anregungen für den pädagogischen Einsatz
- Auf SESAM finden sich Lernideen, die regelmäßig aktualisiert werden.
- In der Vorlagenbibliothek stehen zusätzliche Beispiele zur Verfügung, die als Inspiration für den Einsatz im Unterricht dienen können.
Beispiel

Spiel
Das Spiel ist ein interaktives Umfrageformat, das eine spielerische Möglichkeit bietet, Wissen und Verständnis aktiv zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Statt reiner Wissensabfrage steht die persönliche Lernentwicklung im Fokus: Lernende können ihre eigenen Fortschritte sichtbar machen, individuelle Stärken entdecken und gezielt an Herausforderungen wachsen.
Einsatzszenarien
- Spannender Einstieg in ein neues Thema
- Reflexion von Lernprozessen und Fortschritt durch mehrfache Teilnahme an verschiedenen Stellen im Lernprozess
- Zukunftskompetenzen spielerisch stärken, z.B. Kritisches Denken unter Zeitdruck und Frustrationstoleranz stärken
- positive Fehlerkultur erfahrbar machen
- Gruppendynamik fördern
- Inhalte wiederholen und sichern
Beispiel
Der Lernbegleitende der Klasse 10 nutzt ein Spiel zum Thema Klimawandel, um die Lernenden spielerisch an Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten heranzuführen. Die Lernenden wählen aus vorgegebenen Optionen und reflektieren so gemeinsam ihr Verständnis zum Thema „Klimawandel“.

Augmented Reality
Dieses Umfrageformat ermöglicht es, interaktive Umfragen mit angereicherter Realität (Augmented Reality) durchzuführen, die 3D-Modelle und dazugehörige Fragen oder Texte beinhalten. Die 3D-Modelle werden in die physische Realität eingeblendet, und Teilnehmende können die Objekte aus verschiedenen Perspektiven betrachten; je nach Abstand erscheinen die AR-Modelle größer oder kleiner, und die interaktiven Elemente wie Fragen oder Beschriftungen können direkt über das Gerät ausgewählt oder aktiviert werden.
Einsatzszenarien:
- Schnitzeljagd: Lernende suchen Orte im Schulgebäude, auf dem Schulgelände oder (unter Verwendung eines mobilen Routers/Hotspots) oder in der Natur auf, zu denen die 3D-Modelle virtuelle Objekte gehören und beantworten dazu passende Fragen
- Museumsgang: Virtuelle Ausstellungsstücke können mit Quizfragen oder Zusatzinformationen ergänzt werden.
- Naturerkundung: Pflanzen, Tiere oder geografische Formen werden über AR sichtbar gemacht und mit Reflexionsfragen verknüpft
Vorgehen am Beispiel des menschlichen Skeletts
Lernende scannen das Trigger-Bild, um ein 3D-Modell eines menschlichen Skeletts zu öffnen. Einzelne Knochen sind auf Englisch beschriftet, und die Lernenden müssen die Fragen oder Beschriftungen anklicken, um sie zu aktivieren, und anschließend die richtigen Begriffe zuordnen oder beantworten.

Interaktive Geschichte
Hinweis: Dieses Format wird je nach Sprachversion als „Interaktive Geschichte" (formell | Sie Sprachversion) oder „Geschichtenwerkstatt" (informell | Du Sprachversion) angezeigt. Beide Bezeichnungen beziehen sich auf dasselbe Format. Mehr zu Mehrsprachigkeit in minnit‘ finden sich hier.
Dieses Umfrageformat ermöglicht es, Fragen in eine erzählbasierte, comicähnliche Darstellung einzubetten. Die Geschichte wird wie in einem Buch Seite für Seite durchgeblättert. Pro Bausteingruppe steht ein Story-Feld zur Verfügung, das jeweils einer Seite entspricht.
Neben Figuren und Sprechblasen können zusätzliche Bausteine integriert werden, um Fragen oder Elemente wie Texte, Bilder, Videos oder Audiodateien direkt in die Geschichte einzubinden. So entsteht ein interaktiver Raum, in dem sich die Teilnehmenden im Rahmen einer Erzählung mit Inhalten und Fragestellungen beschäftigen.
Einsatzszenarien
- Einstieg in neue Themen über erzählbasierte Lernsettings mit Sondierungsfragen
- Darstellung von Alltagssituationen oder Fallbeispielen zur Reflexion
- Sprachförderung und multisensorischer Zugang durch die Verbindung von Bildern, Dialogen und Sprechblasen
- Begleitung von Lernprozessen durch fortlaufende Storylines
Beispiel
Eine Lerngruppe begleitet Kapu und Hiro durch eine Geschichte in der Unterwasserwelt. In den einzelnen Szenen entdecken die Figuren etwas Ungewöhnliches im Korallenriff, das über Sprechblasen kommentiert und beschrieben wird – etwa Veränderungen im Lebensraum oder Spuren menschlichen Einflusses.
Die Lernenden blättern durch die Story, verfolgen die Dialoge der Figuren und beantworten eingebettete Fragen, z. B. zu ihren Vermutungen, Beobachtungen oder möglichen Erklärungen. So werden Umweltbewusstsein und Perspektivübernahme gefördert und erste ökologische Zusammenhänge spielerisch erschlossen.

QR-Karten Format | Flossen hoch!
Hinweis: Dieses Format wird je nach Sprachversion als „QR-Karten-Format" (formell | Sie) oder „Flossen hoch!" (informell | Du) angezeigt. Beide Bezeichnungen beziehen sich auf dasselbe Format. Mehr zu Mehrsprachigkeit in minnit‘ finden sich hier.
Bei diesem Umfrageformat antworten Teilnehmende nicht über ein eigenes Gerät, sondern über physische Antwortkarten, die sogenannten Q-Karten: Sie sehen die Frage und die Antworten auf einem Bildschirm oder über einen Beamer, halten den passenden Q-Karte hoch, der per Kamera gescannt und direkt als Antwort erfasst wird. Welche Antwort (A-D) erfasst wird, hängt davon ab, welche Seite des Q-Kartens oben ist. Die Q-Karten sind wiederverwendbar und können schulweit eingesetzt werden.
Einsatzszenarien
- Schnelle Meinungsbilder oder Abstimmungen in größeren Gruppen ohne 1:1-Ausstattung
- Umfragen ohne Geräteaufwand für Lernende
- Physisch aktivierende Einstiege oder Reflexionen
- Schulweite Beteiligungsumfragen ohne Geräteaufwand
Beispiel
Eine Lernbegleitung startet eine Umfrage zum Thema Medienkompetenz. Die Lernenden halten ihre Q-Karten hoch, die Kamera scannt die Antworten ein – die Ergebnisse erscheinen direkt auf dem Bildschirm.
Terminfindung
Mit diesem Umfrageformat lassen sich gemeinsame Termine schnell und unkompliziert planen. Teilnehmende können Zeitfenster markieren, die für sie passend sind.
Einsatzszenarien
- Terminfindung für Gruppenarbeiten oder Besprechungen
- Planung von Teamsitzungen im Kollegium oder von Ausflügen
- Abstimmung über verfügbare Zeiten für Sprechstunden
Beispiel

Planungslisten
Ideal zur inhaltlichen Organisation von Gruppenarbeiten, Veranstaltungen oder Projekten. In einer Planungsliste können Aufgaben oder Materialien verteilt und Verantwortlichkeiten festgelegt werden.
Die Planungsliste ist in zwei Varianten unterteilt:
A) Frei konfigurierbare Liste/Auswahlliste
Teilnehmende tragen sich in die Liste ein, um Aufgaben, Rollen oder Interessen zu verteilen.
Einsatzszenarien
- Abfrage von Interessen zur Planung von Projekten
- Bildung von Gruppen basierend auf gemeinsamen Themen oder Vorlieben
- Verteilung von Materialien oder Verantwortlichkeiten für einen Ausflug oder ein Event (z. B. Picknickdecke oder Erste-Hilfe-Set mitbringen)Anmeldung zu Arbeitsgemeinschaften oder Freizeitangeboten (mit Warteliste)
Beispiel
Zum Start ins neue Schuljahr plant die Klasse 11b ein gemeinsames Willkommensfrühstück. Mithilfe der Auswahlliste tragen sich die Schüler:innen ein, was sie zum Buffet mitbringen möchten – z. B. Getränke, Speisen oder Geschirr. So wird transparent, wer was beisteuert, und eine gute Verteilung ist sichergestellt.

B) Terminbuchung
Teilnehmende wählen ein Zeitfenster aus. Jedes Zeitfenster kann nur einmal belegt werden. Diese Variante eignet sich, wenn feste Zeitfenster vergeben werden sollen.
Einsatzszenarien
- Buchung eines festen Zeitfensters für Feedback- oder Elterngespräche
- Anmeldung zu Präsentationsterminen innerhalb eines festen Zeitplans
- Reservierung von Gesprächszeiten bei Lernbegleitenden oder Betreuungspersonal
- Planung von individuellen Beratungsterminen oder Projektbesprechungen
Beispiel
