Was ist zeitgemäßes Lernen?
Zeitgemäßes Lernen wird oft als Antwort auf die Anforderungen des digitalen Zeitalters verstanden. Es ist an aktuellen gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen orientiert und fördert vor allem die sogenannten 4K: Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken. Auch digitale Medien, Geräte und Plattformen spielen hier eine zentrale Rolle.
Ursprünglich war dieser Ansatz ein wichtiger Schritt, um Bildung mit der Lebenswelt von Lernenden zu verbinden. Doch in der Praxis wurde „zeitgemäße Bildung“ zunehmend auf den Einsatz von Technologien und digitaler Infrastruktur reduziert – häufig ohne die notwendige pädagogische Neuausrichtung. Das hat dazu geführt, dass sich viele Formate auf technische Skills oder Tool-Nutzung konzentrieren, statt auf ein ganzheitliches Bildungsverständnis.
Zeitgemäßes Lernen:
- reagiert auf aktuelle Entwicklungen,
- fördert die Entwicklung wichtiger Kompetenzen für das Hier und Jetzt,
- nutzt Technologien als Werkzeuge des Lernens,
- zielt oft noch auf bestehende Strukturen (Leistungsbewertung, Unterrichtsformate, Fremdsteuerung),
- ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu einer tiefergehenden Bildungstransformation.
Was ist zukunftsorientiertes Lernen?
Zukunftsorientiertes Lernen geht weit über die bloße Anpassung an technologische Entwicklungen hinaus. Es schafft Räume, in denen Lernende Selbstbestimmung erfahren, ihre Potenziale entfalten und sich aktiv in die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft einbringen können. Lernbegleitende verstehen sich nicht mehr als Personen, die Wissen vermitteln, sondern als Ermöglichende, die individuelle und gesellschaftliche Lernprozesse systemisch und kulturell begleiten.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Was braucht die nächste Generation, um die aktuellen Herausforderungen kreativ, mutig und solidarisch zu bewältigen und die Zukunft gemeinsam zu gestalten?
Die Antwort liegt in einem tiefgreifenden Wandel: weg von einer technikzentrierten Didaktik hin zu einem human-digitalen Verständnis von Bildung, das dem nächsten Zeitalter der menschlichen Digitalität gerecht wird. Dies bedeutet auch, Lernenden Raum zu geben, die Kompetenzen zu entwickeln, die sie brauchen, um mitten im Epochenwandel zu den Personen zu gehören die den Weg in eine lebenswerte, demokratische und diverse Zukunft ebnen.
Dieser Ansatz integriert Zukunftskompetenzen, Demokratiebildung, die 6Cs of Deep Learning (Communication, Collaboration, Creativity, Critical Thinking, Character & Citizenship) sowie ein neues Verständnis von Wissen und Lernen.
Zukunftsorientiertes Lernen ist:
- transformativ (nicht reformierend),
- beziehungs- und werteorientiert (nicht standardisiert),
- gemeinwohlorientiert (nicht leistungszentriert),
- partizipativ und selbstbestimmt (nicht fremdgesteuert),
- kulturell fundiert (nicht technokratisch),
- und auf eine langfristige und nachhaltige Mitgestaltung von Zukunft ausgerichtet.
Wie minnit’ den Übergang vom zeitgemäßen zum zukunftsorientierten Lernen unterstützt
Die Anwendung minnit’ wurde entwickelt, um beide Ansätze zu verbinden – und darüber hinaus eine Brücke in die Zukunft zu schlagen. Sie macht Lernprozesse sichtbar, gestaltbar und partizipativ, unterstützt dabei sowohl zeitgemäße didaktische Praktiken (z. B. kollaborative Feedbackprozesse, interaktive Umfragen, hybride Settings), als auch die Prinzipien zukunftsorientierten Lernens: Selbstbestimmung, demokratische Mitgestaltung, Kompetenzentwicklung, kreative Lernräume.
minnit’ bedient zeitgemäßes Lernen, indem es:
- digitale Tools in den Unterricht integriert,
- die 4K fördert,
- Lernende aktiviert und vernetzt.
minnit’ ebnet den Weg zum zukunftsorientierten Lernen, indem es:
- Lernende zu aktiven Gestaltenden macht,
- Raum für echte Selbstwirksamkeit und Beteiligung schafft,
- neue Rollenverständnisse zwischen Lernenden und Lernbegleitenden unterstützt,
- Themen wie Nachhaltigkeit, Demokratie und Human Digitality nicht nur integriert, sondern zur Grundlage einer neuen Lernkultur und einer gemeinsamen Zukunftsgestaltung macht.
- individuelle und kollektive Zukunftsfragen in Lernprozesse einbettet.
Kurz gesagt:
minnit’ ist nicht nur ein Werkzeug für Unterricht. Es ist ein Beitrag zur Gestaltung einer Lernkultur, in der das Digitale nicht Selbstzweck, sondern Ermöglichungsraum für die Transformation des Lernens ist – vom Heute ins Morgen.