minnit’ versteht Beteiligung als kulturelle Praxis. Damit möglichst viele Menschen ihre Perspektiven einbringen können, braucht es sprachliche Zugänge, die Vielfalt ernst nehmen. Mehrsprachigkeit ist deshalb kein Zusatzfeature, sondern Teil unseres Verständnisses von Diversität, Heterogenität und barrierearmer Gestaltung.
Sprache schafft Nähe, Orientierung und Selbstvertrauen. Sie kann aber auch ausschließen. minnit’ möchte Zugänge öffnen.
Anrede: „Du“ oder „Sie“ – eine persönliche Entscheidung
In minnit’ kann zwischen „Du“ und „Sie“ gewählt werden. Die gewünschte Anrede lässt sich individuell einstellen und bei Bedarf ändern.
Diese Wahlmöglichkeit ist Ausdruck von Respekt gegenüber unterschiedlichen Rollen, Kontexten und persönlichen Präferenzen. Ob im schulischen Umfeld, in der Ausbildung, in der Fortbildung oder in außerschulischen Projekten: Menschen sollen so angesprochen werden, wie es für sie stimmig ist.
Leichte Sprache: Beteiligung ermöglichen
Eine Version in Leichter Sprache unterstützt insbesondere:
- Kinder und jüngere Lernende
- Menschen mit Unterstützungsbedarf
- Personen mit geringen Deutschkenntnissen
- alle, die von klarer, strukturierter Sprache profitieren
Leichte Sprache reduziert Komplexität, ohne Inhalte zu vereinfachen. Sie schafft Orientierung und trägt dazu bei, Hemmschwellen abzubauen.
Für minnit’ bedeutet das: Wer mitgestalten soll bzw. will, muss verstehen können, worum es geht.
Fremdsprachen: in Entwicklung
Mehrere Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Latein) befinden sich derzeit in Entwicklung.
Die Grundlage dieser Versionen ist die Leichte Sprache. Das sorgt für klare Strukturen und eine Verständlichkeit etwa auf dem GER-Niveau A2(+). So bleiben Inhalte anschlussfähig – sowohl für Lernende als auch für Personen, die eine Sprache gerade erst erwerben oder ihre Kompetenzen ausbauen möchten.
Die Nutzung ist freiwillig. Jede Person kann selbst entscheiden, in welcher Sprache minnit’ verwendet wird.
Ein möglicher Lernweg kann sein:
- Inhalte zunächst auf Deutsch kennenlernen,
- anschließend in die Fremdsprache wechseln,
- und dabei eigene Fortschritte bewusst wahrnehmen.
So verbindet minnit’ Beteiligung mit Selbstbestimmung und stärkt Selbstwirksamkeit. Sprache wird nicht zur Hürde, sondern zum Erfahrungsraum.
Perspektivische Erweiterung
Perspektivisch ist geplant, zusätzlich weitere in Deutschland häufig gesprochene Erstsprachen einzubinden, beispielsweise Türkisch, Arabisch, Russisch oder Ukrainisch. Damit sollen mehrsprachige Lebensrealitäten stärker berücksichtigt und Zugänge zur Mitgestaltung weiter erleichtert werden.
Gegebenenfalls werden darüber hinaus weitere Fremdsprachen ergänzt, sofern Bedarf besteht und eine qualitätsgesicherte Umsetzung möglich ist.
Was wird übersetzt?
Die Mehrsprachigkeit bezieht sich auf die Benutzeroberfläche von minnit’.
Individuell erstellte Umfragen werden nicht automatisch übersetzt. Hier kann bei Bedarf die automatische Übersetzungsfunktion des Browsers genutzt werden.
Bitte beachten: Die Option „immer automatisch übersetzen“ sollte nicht dauerhaft aktiviert werden, da Browser Sprachen teilweise falsch erkennen und dadurch Darstellungsfehler entstehen können.
Mitgestaltung willkommen
minnit’ versteht sich als lernendes System. Wer uns bei der Übersetzung in weitere Sprachen unterstützen möchte, kann sich gerne per E-Mail melden, unter: minnit@lmz-bw.de.
Gemeinsame Gestaltung beginnt mit Verständigung.