Was

Was Lernen mit minnit’ im Alltag bedeutet

Was heißt das konkret für die pädagogische Praxis – und wie lassen sich verschiedene Formate sinnvoll nutzen?

In der pädagogischen Praxis lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte im Umgang mit Lernprozessen beobachten. Viele Lernbegleitende arbeiten heute zeitgemäß: Sie öffnen Unterricht, nutzen digitale Werkzeuge zur Unterstützung von Kommunikation und Rückmeldung und fördern Kompetenzen wie Zusammenarbeit und Reflexion. Diese Formen sind professionell, notwendig und für viele Kontexte tragfähig.

Zukunftsorientierte Praxis baut darauf auf. Sie erweitert diese Ansätze um stärkere Mitgestaltung, gemeinsame Verantwortung und die bewusste Entwicklung von Lernkultur. Lernende werden zunehmend zu aktiven Mitgestaltenden von Lernprozessen.

Beide Perspektiven gehören zusammen. Sie beschreiben keine Gegensätze, sondern unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses. Viele Lernbegleitende bewegen sich im Alltag zwischen beiden Ebenen – abhängig von Lerngruppe, Thema und Rahmenbedingungen.

Vor diesem Hintergrund zeigt sich pädagogische Haltung vor allem im konkreten Handeln. Anwendung ist kein technischer Schritt, sondern Ausdruck professioneller Verantwortung. Digitale Umfragen können diesen Entwicklungsprozess auf unterschiedliche Weise unterstützen – sowohl in zeitgemäßen als auch in zukunftsorientierten Settings.

In zeitgemäßer Praxis werden Umfragen zu Beginn häufig genutzt, um Erwartungen, Interessen und Vorwissen zu erfassen und Unterricht darauf abzustimmen. Sie helfen dabei, Lernprozesse zu strukturieren und Transparenz zu schaffen. In zukunftsorientierter Praxis werden diese Einstiegsphasen stärker als offener Raum für gemeinsame Fragestellungen genutzt. Lernende bringen eigene Perspektiven ein, formulieren Fragen und beteiligen sich an der Gestaltung des weiteren Lernwegs.

Im weiteren Verlauf dienen Umfragen in zeitgemäßen Kontexten oft dazu, Meinungen einzuholen, Verständnisschwierigkeiten sichtbar zu machen und Diskussionen vorzubereiten. Zukunftsorientierte Praxis nutzt diese Meinungsbilder darüber hinaus als Ausgangspunkt für vertiefte Auseinandersetzung, Perspektivwechsel und gemeinsame Lösungsentwicklung.

In Feedback- und Reflexionsphasen unterstützen Umfragen zeitgemäße Praxis dabei, Lernfortschritte zu dokumentieren, Unterstützungsbedarfe zu erkennen und nächste Schritte zu planen. In zukunftsorientierter Praxis werden diese Rückmeldungen gemeinsam interpretiert und daraus in kollektive Entscheidungen und Weiterentwicklungen die nächsten Schritte abgeleitet.

Neben Fragebögen gibt es noch weitere Formate, die in beiden Kontexten unterschiedlich eingesetzt werden können.

Spielerische und narrative Formate werden in zeitgemäßer Praxis häufig genutzt, um Motivation zu fördern, Aufmerksamkeit zu steigern und Lerninhalte zu festigen – etwa durch Quizformate, Wettbewerbe oder kurze Spielsequenzen. Sie strukturieren Lernphasen und unterstützen Wiederholung und Übung. In der zukunftsorientierten Praxis werden spielerische und erzählerische Elemente darüber hinaus als Lernräume verstanden. Sie dienen nicht nur der Aktivierung, sondern der gemeinsamen Exploration, dem Erproben von Perspektiven und dem Umgang mit Unsicherheit. Lernende entwickeln eigene Spielideen, Narrative und Fragestellungen und nutzen diese zur gemeinsamen Sinnbildung.

AR-gestützte Formate und digitale Schnitzeljagden werden in zeitgemäßer Praxis häufig eingesetzt, um Lerninhalte anschaulich zu vermitteln, Bewegung einzubeziehen und Lernorte zu erweitern. Sie strukturieren Lernprozesse und erhöhen die Anschaulichkeit. In zukunftsorientierter Praxis werden diese Formate stärker als partizipative Erfahrungsräume genutzt. Lernende gestalten Stationen selbst, entwickeln Aufgaben und verknüpfen fachliche, gesellschaftliche und persönliche Fragestellungen. Lernen wird so ortsbezogen, erfahrungsorientiert und gemeinschaftlich verantwortet.

QR-basierte und hybride Formate unterstützen in zeitgemäßer Praxis vor allem den Zugang zu digitalen Inhalten, Umfragen und Materialien im Unterrichtsalltag. Sie erleichtern Organisation und verbinden analoge und digitale Lernphasen. In zukunftsorientierter Praxis werden diese Zugänge darüber hinaus als Brücken zwischen Lernorten, Lernzeiten und Lernformen genutzt. Lernende bringen eigene Materialien ein, dokumentieren Prozesse und gestalten Lernumgebungen mit. Lernen wird so ortsunabhängig, vernetzt und selbstbestimmt.

Ihre besondere Wirkung entfalten diese Formate in beiden Ansätzen durch die Weiterarbeit mit ihren Ergebnissen als Sprungbrett für weitere Aktivitäten. Während zeitgemäße Praxis Ergebnisse vor allem zur Optimierung von Unterricht nutzt, versteht zukunftsorientierte Praxis sie als Grundlage für langfristige Lernentwicklung und geteilte Verantwortung.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Zeitgemäße Praxis nutzt die unterschiedlichen Formate von minnit’ vor allem, um Lernprozesse zu strukturieren, Transparenz zu schaffen und Rückmeldungen systematisch einzubeziehen – etwa durch Umfragen, spielerische Elemente oder hybride Zugänge. Zukunftsorientierte Praxis baut darauf auf und erweitert diesen Einsatz um Erkundung, Mitgestaltung und gemeinsame Entscheidungsprozesse. Ergebnisse, Erfahrungen und Spielverläufe werden nicht nur ausgewertet, sondern gemeinsam interpretiert, weitergedacht und in zukünftige Lernprozesse überführt.